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Khendra Dravan
21.6.13 06:24 · Thread: Vom Leben und Untergang eines Seemanns · Forum: Geschichten

Fassungslos und den Tränen nahe stand sie eine Weile regungslos da nachdem er vor ihren Augen verschwunden war, so sehr hatten sie Richards Worte verletzte und getroffen, welche er ihr entgegen geworfen hatte. Was war nur passiert? Hatte sie irgendwas gesagt das sie ihn zu solch einem Ausbruch verleitet hatte? Sie zermatterte sich ihren Kopf, doch je mehr sie es versuchte um so mehr verwischten sich ihre Gedanken, tat es ihr mehr und mehr weh bis sie es nicht mehr aushielt. Weg, nur weg von hier, irgendwohin wo ihr diese Worte nicht mehr in den Ohren hallten.

Als sie wieder einigermassen klar denken konnte sah sie sich um und seufzte. Wieder einmal war sie unbewußt zu jenem Haus auf den Zwielichtinseln gesprungen, in welchem sie eins so unsagbar glücklich waren. Soviele schöne Erinnerungen waren mit ihm verbunden aber auch die Erinnerungen an Richards Entzug von jenem Gift das er nun wieder pausenlos in sich hinein schüttete. Und sie war schuld daran, von dieser Schuld konnte sie sich ebenso wenig freisprechen wie davon ihn einfach verlassen zu haben und ihn so wieder in diese Sucht getrieben zu haben. Wieder spürte sie die Tränen aufsteigen und ging einfach weiter, weiter zu jenen Orten die sie wohl immer mit ihm verbinden würde und lies ihren Gedanken freien lauf.

Vielleicht war es ein Fehler gewesen nachzuforschen wohin Richard nach seinem Wegzug von den Inseln verschwunden war, aber sie konnte einfach nicht anders, sie musste ihn unbedingt noch einmal wiedersehen, ihm sagen wie sehr es ihr leid tat und das sie wußte welchen Fehler sie gemacht hatte, auch wenn sie damit wohl seinen ganzen Hass zu spüren bekommen würde. Ohja wie sie ihn zu spüren bekommen hatte! Es war eigentlich ein Wunder das er ihr nicht den Hals umgedreht hatte, als sie sich in Fallen Leaf völlig unvorbereitet trafen, aber das lag wohl auch an dem Auftauchen einer seiner alten Freunde daß ihn davon abhielt. Sie wußte das er sich nur mühsam beherrschte, konnte nur erahnen was für ein Sturm in ihm tobte als er aus der Bank stürmte und verschwand, und doch folgte sie ihm, als wäre sie durch ein unsichtbares Band an ihn gebunden das sie nun zu ihm zog. Sie wußte schon längst wo sein Haus stand und so war es nicht schwer ihn wieder zu finden.

Der Wind wehte über den Strand der Inseln und durch ihr Haar, sie lächte ein wenig. Ja da Meer war immer seine große Liebe gewesen und mit der Zeit hatte sie diese Liebe zu ihrer eigenen gemacht. Sie seufzte leise denn schon wieder war nur Richard in ihren Gedanken. Egal was er sagte oder tat, wie verletzend seine Worte waren, sie liebte ihn noch immer und wünschte sich nichts sehnlicher als ihn zurückzu bekommen, seine Liebe wieder zu gewinnen. Dabei hatte er ihr an dem Abend bei seinem Haus mehr als deutlich gemacht, wie sehr er sie hasste und zum Teufel wünschte. Nein eigentlich noch schlimmer als das, sie wäre ihm gleichgültig geworden. Oh jedes seiner Worte traf sie bis ins Innerste, es war schlimmer als sie es sich vorgestellt hatte, und doch... nein sie gab die Hoffnung nicht auf. Denn es gab immer wieder Momente wo er sie still lächelnd ansah und in seine Augen die vertraute Zärtlichkeit lag, seine Stimme sanft und einfühlsam wurde, und in diesen wenigen Augenblicken wußte sie daß seine Liebe zu ihr niemals gestorben war.

Unbewußt spielte sie mit dem Kristall in ihrer Tasche, jenem wundervollen Ding das es ihr ermöglichte ihn zu hören und zu sprechen auch wenn er hunderte von Meilen entfernt war. Warum hatte er nicht in ihrer Heimat funktioniert, sie hätte ihm doch schon dort alles erklären könne, ihn um Verzeihung bitten können, aber war tot geblieben und hatte sie nun wieder hierher zurück gebracht, zurück zu ihm, ihrer einzigen und großen Liebe, die immer in ihrem Herzen sein würde. Sie schloss die Augen ..was stand sie hier denn noch herum, sie hatte seine roten Augen gesehen, das Zittern seiner Hände, er brauchte sie doch bei sich und nicht hier am Strand stehend. Mit einem Ruck riss sie sich von dem Anblick des Meeres los und öffnete das Portal das sie zu ihm brachte. Liese und vorsichtig stieg sie die Stufen zu seinem Haus empor und sah sich um. Der Morgen graute schon , solange war sie ruhelos umher gewandert und so konnte sie einen letzten Blick auf ihn erhaschen wie er grade im Haus verschwand. Ihr entging auch nicht die Blutlache im Gras, er musste wohl wieder einen jenen furchtbaren Anfälle gehabt haben , die ihn Unmengen von Blut husten liesen, aber er lies es ja nicht zu das sie oder irgendjemand anders ihm half. Nun endlich flossen die Tränen, die sie die ganze zeit zurück gehalten hatte. Er würde an diesem Rattengift sterben wenn nicht bald etwas passierten, sie würde ihn verlieren, ihn, ihren über alles geliebten Richard. Oh Ilindir bitet hilf mir doch, bitte lass ihn endlich vernunft annehmen und sich von mir helfen lassen! Ihr Hilfeschrei an die Göttin war nicht mehr als ein Flüstern im Wind, als sie weinend am Gartentor zusammensackte. Sie weinte sich in einen tiefen unruhigen Schlaf, zusammengekauert im Gras, aber nichts in der Welt hätte sie von hier weggebracht, denn hier war sie endlich wieder bei ihm und nichts konnte dieses Gefühl jemals auch nur ansatzweise erreichen...

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Khendra Dravan
10.6.13 08:44 · Thread: Vom Leben und Untergang eines Seemanns · Forum: Geschichten
Die Macht der Erinnerung

Sie schob mit zittrigen Fingern die Tür auf, welche sich mit leisem Knarren öffnete und den Blick auf den großen Raum frei gab den sie nur zu gut kannte. Während sie langsam die Kapuze zurückschob und die wilden, ungebändigten roten Locken frei gab wanderten ihre Augen lebhaft durch den Raum, der für sie voller Erinnerungen und Träume war. Nein , sie erwartete nicht jemand hier anzutreffen, man hatte ihr schon am Hafen gesagt das er vor langer Zeit die Inseln verlassen hatte, und doch hatte es sie hierher gezogen. Ihre Augen fielen endlich auf jene Tür, hinter den sie den Steg wußte, der hinaus aufs Meer ragte und sie musste unwillkürlich Schlucken. Lange stand sie reglos da , konnte sich nicht rühren, so mächtig und wild kamen sie zurück all jene Gefühle, die hier scheinbar nur drauf gewartet hatten das sie zurückkam.

Endlich, nach schier unendlicher Zeit öffnete sie jene Tür und trat hinaus, hinaus auf den Steg auf dem sie oft stundenlang gesessen hatten aneinander geschmiegt, manchmal einfach dem Klang des Meeres lauschend, die Nähe das anderen geniessend, der andere der einfach immer da gewesen war, der andere der nun weg war. Und kaum hatte ihr Fuss die Planken betreten stand er einfach vor ihr, hielt seine Laute in der Hand und sie hörte seine Stimme, jenes Lied das er für sie immer gesungen hatte, und ihre Beherrschung schwand. Sie sank zu Boden und weinte hemmungslos, ihre Tränen vermischten sich mit dem Tropfen der Gischt die an den Steg brandete, die Hände vors Gesicht geschlagen. Was hatte sie nur getan, wie konnte sie damals nur so töricht sein einfach zu gehen und ihn ohne Nachricht zurücklassen. Ja, die Schwestern hatten sie gerufen, sie hatten sie gebraucht und sie durfte nicht zögern um das Schlimmste zu verhindern, aber das war nicht der einzige Grund gewesen. Sie hatte Angst gehabt, Angst gebunden zu sein, ein Vogel in einem goldenen Käfig zu sein, hübsch anzusehen aber unfähig zu fliegen. Und sie hatte Angst gehabt ihn zu enttäuschen, doch nicht das sein zu können was er suchte, was er brauchte, Angst so zu werden wie jene vor ihr, die ihm weh getan hatten. So war sie gegangen und damit genau so geworden wie die Frauen vor ihr. Wie konnte sie nur so blind und töricht sein, so naiv und so wankelmütig. Und selbst dann , als ihr das bewußt geworden war kam sie nicht zurück, aus Angst vor seinen Augen die sie anklagend anblicken würden, seinen harten Worten die wie Peitschenhiebe sein konnten, so beissend und verletzend, und aus Angst seine kalten Worte zu hören.

Doch sie konnte dem allen nicht entfliehen, sie hatte keine Ruhe gefunden und würde sie auch niemals finden. Sie musste zurückkommen, ihn wenigstens noch einmal sehen und sich all dem stellen was sie angerichtet hatte, und so hatte sie sich auf den langen Weg ihrer Erinnerungen zurückgemacht, jener Erinnerungen die sie nun mit aller Wucht übermannt hatten. Sie musste hier weg, sie hielt es nicht aus, jeder Stein dieses Hauses war zu einer einzigen Anklage geworden und mit ihrer letzten Konzentration zu der sie fähig war öffnete sie das Portal und warf sich hindurch, ganz gleich wohin er führen würde, nur einfach weg von hier. Zurückblieben nur Erinnerungen und der Klang eines Liedes, welches einmal das schönste aller Lieder der Welt gewesen war......

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Khendra Dravan
09.6.12 12:26 · Thread: Timerbug 2 · Forum: Straßenecke

Vor Iragroth stehen die Leichenfresser wie paralysiert und reagieren erst wenn man sie angreift.

In Iragroth selbst auch nach drei oder vier Tagen noch kein Respawn Smile

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Khendra Dravan
10.5.12 21:49 · Thread: Staffzuwachs - Seer Surreal · Forum: Straßenecke

Ein Danke auch von mir .. hat unheimlich Spass gemacht mit einem Waldwolf Rp zu machen..war einfach grandios :-)

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Khendra Dravan
05.4.12 14:36 · Thread: Adios Leute! · Forum: Straßenecke

Ich hab das erstmal etwas verdauen müssen...

Danke für deine Arbeit und Zeit die du in VT gesteckt hast und deien Einrichtungen sind wirklich einfach eine Augenweide gewesen.

Ich wünsch dir jetzt viel Spass beim spielen, man läuft sich sicher über den Weg :-)

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Khendra Dravan
04.4.12 15:44 · Thread: Fliegenpilze · Forum: Marktplatz

[i]*Ein Brief liegt im Briefkasten von Medheb die folgende zeilen enthalten*[/i]

Werte Medheb

es ist mir gelungen breits einige der von euch gedachten Runen zu bekommen und ich bin guter Dinge auch den Rest noch zu besorgen. Sobald das geschehen ist werde ich bei euch vorbei sehen.

Khendra

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Khendra Dravan
03.4.12 10:11 · Thread: Fliegenpilze · Forum: Marktplatz
Fliegenpilze

[i]*Auf allen Marktplätzen sind Aushänge zu finden mit dem Wortlaut*[/i]

Gesucht werden Fliegenpilze!
So welche zu verkaufen sind geb Kunde bei Horace in der Bank Schattentals.

gez.

Khendra Dravan

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Khendra Dravan
20.3.12 19:58 · Thread: Das Tagebuch · Forum: Geschichten

[I]Frisch gebadet kam Khendra mit einem um die Haare gewickelten Handtuch in ihr kleines Zimmer zurück. Sie ließ sich glücklich seufzend aufs Bett fallen, ein Fehler den sie auch sogleich schmerzhaft bereute, denn die letzten Jagdausflüge hatten ihr doch einige blaue Flecken und Prellungen beschert. Aber die paar Schmerzen waren es ihr wert, war sie doch so jeden Tag immer ganz nah bei IHM, diesem wundervollen Mann, der ihr jeden Tag aufs neue den Kopf verdrehte. Ihr Blick fiel auf das Tagebuch, welches sie vor einiger Zeit begonnen hatte, um ihrer Unsicherheit und Verwirrtheit Herr zu werden. Sie ging hinüber und mit einem verträumten Lächeln lass sie die geschriebenen Zeilen, die sie, je länger sie las, wieder in ihre Kindheit zurückführten und ohne es selbst zu bemerken begann die Feder aufs neue über das Papier zu huschen....[/I]

Das kleine Feuer vor mir im Wald von Schattental prasselte vor sich hin und übte einen fast unheimlichen Zwang aus, der mich in die Flamme starren ließ. Ich spürte seine Kraft und Wildheit und ergriff sie mit all meinem Willen, worauf die Flamme hell aufloderte. Ich lächelte zufrieden und ließ das Feuer wieder frei, während ich vom Baumstamm rutschte und mich an ihn lehnte. Feuer  schon immer hatte es mich besonders angezogen und in seinen Bann geschlagen, aber meinen Willen über den seinen zu stellen war mir lange nicht gegeben, dazu fehlte mir noch die nötige Unterweisung einer Schwester, welche ich aber bald bekommen sollte. Seit der ersten Begegnung mit den Schwestern des Zirkels hatte mich die Muhme immer wieder zu ihren Zusammenkünften mitgenommen, ja sie überließ mich sogar für einige Zeit immer einer anderen Schwester, denn jede von ihnen hatte ihr eigenes Element, von dem sie besonders viel Kraft erhielt, und sollte mir dieses nahe bringen. Zwei von ihnen prägten dabei mein weiteres Leben, denn durch sie erfuhr ich wundersame Wandlungen. Die eine war Savannah, jene rothaarige Schwester die mich beim ersten mal so lange und forschend ansah und schon dort wusste, dass ich dem Feuer näher stand als allen anderen Elementen. Die Tage bei ihr vergingen wie im Fluge, denn von ihr lernte ich voller Eifer, ja ich konnte nie genug bekommen und oft sah ich sie zufrieden lächeln, wenn sie meine Fortschritte sah. Aber ich werde niemals in meinem Leben das stolze Funkeln in ihren Augen vergessen, als sie mich alleine vor die Feuerschale im Pentagramm treten lies und ich dort das geweihte Feuer allein durch meinen Willen entfachte. Sie nahm mich wortlos in ihre Arme und von diesem Augenblick an hatte niemand, auch ich nicht, einen Zweifel mehr, welcher Weg der meine war und von diesem Tag an bin ich ihn auch gegangen. Die andere Schwester war Evandre, eine ruhige, geduldige Schwester, eine Geduld, die sie auch mehr als einmal brauchte, denn bei ihr lernte ich Sienara kennen, mit der ich mich von der ersten Minute an verbunden fühlte. Sie wurde die einzige, der es gelang, mich zu zügeln und zu beruhigen, wenn das Feuer in mir wieder einmal zu hell loderte bei unseren Streichen die wir den anderen spielten. Nichts war vor uns sicher und einige Male entkamen wir nur knapp dem herab sausendem Besen einer aufgebrachten Schwester, und die Standpauken meiner Muhme waren ziemlich heftig, was uns aber nicht besonders störte. Sienara stand auch an meiner Seite, als ich meine Weihe bekam und in den Kreis des Zirkels aufgenommen wurde. Sie selbst aber konnte nie ihre Unsicherheit ablegen auch wenn nur zu deutlich war, dass in ihr dieselbe Kraft wie in allen Schwestern schlummerte, und so zog sie schließlich weiter um ihren eigenen Weg zu finden, der ihr doch eigentlich schon längst vorgezeichnet war.

Das Feuer wurde kleiner, war doch das Holz langsam aufgezehrt, welches es nährte. Ich streckte mich etwas und sah zum langsam erwachenden Himmel empor. Sienaras Weggang hatte damals eine Wunde in mir geschlagen, die nie verheilen wollte, so als hätte man einen Teil von mir weggenommen. Meine Wildheit, die durch ihren Einfluss gezügelt worden war , brach nun wieder mit aller Kraft hervor und mein Jähzorn ließ so manches Feuer außer Kontrolle geraten, bis die Muhme mich schließlich hieß, ich solle mich auf die Suche nach Sienara machen, da ich sonst selbst für die Schwestern zu einer Gefahr wurde. Savannah erwirkte noch eine Schonfrist und nahm mich noch eine Weile zu sich, um mich auf das Leben außerhalb unseres Waldes vorzubereiten, schließlich wusste ich so gar nichts von dem was da draußen vor sich ging. Mit großen Augen hörte ich ihren Erzählungen und Ermahnungen zu und schwor mir allem außerhalb der Waldes mit Misstrauen zu begegnen. So gerüstet verließ ich also den Zirkel und hatte mich aufgemacht Sienara zu suchen und schließlich hatte ich sie gefunden...obwohl, eigentlich war sie es ja die mich fand. Eines Morgens lief sie mir in Schattental einfach über die Füße, so als habe sie Ilindir selbst zu mir gebracht, und es gab ein freudiges und herzliches Wiedersehen.

Von der Freude ist nichts mehr da, denn Sienara ist schon wieder einmal verschwunden, aufs neue vor sich selbst geflohen, aber dieses Mal werde ich ihr nicht hinterher eilen. Ich hatte die Aufgabe erfüllt, die mir die Muhme aufgetragen hatte und sie gefunden. Ich konnte doch nicht mein ganzes Leben hinter Sienara her eilen. Nein, nun musste ich sehen, dass ich mein Leben ordnete, es so ausfüllte wie die Göttin es von mir erwartete. Ich stand seufzend auf und wandte mich Schattental zu, zurück bleibt nur ein kleines Feuer, welches wie als Zustimmung noch einmal hell auflodert und dann müde einschlummert, denn verlöschen wird ein Feuer niemals.

[I]Khendra erwachte wie aus einem Traum und sah ungläubig auf das kleine Buch. Schon wieder hatte sie geschrieben ohne es zu bemerken, als hätte jemand anderes ihre Hand geführt. Wollte gar Ilindir, dass sie alles niederschrieb was in ihrem Leben geschah? Wenn dies so war dann würde sie nun regelmäßig ihre Erlebnisse niederschreiben, denn dem Willen der Göttin durfte sie nicht zuwider handeln. Mir diesen Gedanken verkroch sie sich müde ins Bett und war schon bald darauf eingeschlafen, wie immer mit den Gedanken bei IHM.[/I]

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Khendra Dravan
26.2.12 10:32 · Thread: Das Tagebuch · Forum: Geschichten
Das Tagebuch

[I]Das Licht des Kerzenleuchters erhellte gerade mal den kleinen Tisch an dem sie vor dem Buch mit den vielen unbeschriebenen Seiten saß. Nachdenklich kaute sie auf dem Federkiel herum, den sie in der Hand hielt und seufzte dann tief. Eigentlich hatte sie sich vorgenommen alles aufzuschreiben was sie bewegte, um so ihrer Unsicherheit und Verwirrtheit Herr zu werden, die sie seid Tagen überfallen hatten und Juhne aber so richtig in Wut versetzten, denn sie schien alles vergessen zuhaben, was ihre Lehrerin ihr beigebracht hatte. Aber kaum hatte sie die Feder in die Hand genommen, da waren sie auch schon da, die Zweifel, und nichts, aber auch gar nichts wollte sich auf dem Papier zeigen. Sie schloss die Augen und zwang sich zur Ruhe, so wie man es ihr im heiligen Hain beigebracht hatte&.wie lange war das schon her. Ein verträumtes Lächeln legte sich auf ihre Lippen und dann wanderten ihre Gedanken zurück und ohne, dass sie es bewusst wahrnahm, begann die Feder immer schneller über die leeren Seiten zu huschen und gaben frei was die Gedanken der jungen Frau so sehr gefangen hielt.[/I]

Da stand ich nun, weit weg von meinem geliebten Wald zuhause. Die Dunkelheit war schon längst hereingebrochen und bald mochte es wohl Mitternacht sein im Wald von Schattental. Ich liebe diese Zeit, sobald sich die Tore der Stadt schlossen, denn dann kehrte hier im Wald endlich Ruhe ein und man konnte die Natur tief durchatmen hören. Ob ich keine Angst hatte hier inmitten der dunklen Bäume und wilden Tiere? Aber weshalb hätte ich die denn haben sollen? Seit ich denken kann bin ich oft mit der alten Muhme des Nachts durch den Wald gewandert auf der Suche nach eben jenen Kräutern, die nur unter dem Licht des silbernen Mondes ihre ganze Pracht entfalten und immer waren die Tiere des Waldes unsere Begleiter. Die meisten Menschen wissen gar nicht wie wunderschön der Wald unterm Licht des Mondes ist. Sicher würde mich nun einer dieser Stadtmenschen fragen, weshalb meine Eltern mich überhaupt des nachts im Wald umher streifen ließen. Nun es mag daran liegen, dass ich meine Eltern nie kennen gelernt habe und auch die alte Muhme hat sie in meiner Gegenwart nie erwähnt, nur oft ziemlich unwirsch reagiert, wenn ich früher nach ihnen fragte. Ich wäre von der Amme aus dem Dorf zu ihr gebracht worden, das war das einzige, was sie jemals darauf antwortete und danach war sie meistens tagelang ziemlich wortkarg und missgelaunt. Solcherlei Fragen stellte ich allerdings nicht sehr oft, denn was kann es für ein kleines Mädchen schöneres geben als eine liebevolle Muhme und die Freiheit des Waldes. Wenn ich heute so zurückdenke hatte ich eine wundervolle Kindheit, in der es mir an nichts mangelte, ich sah eher mitleidig auf die anderen Kinder in ihren sauberen Kleidchen, sorgsam darauf bedacht sich nicht schmutzig zu machen, weil sie sonst den Gürtel des Vaters zu spüren bekamen. Ich musste auch nie in diese dumme Dorfschule, was aber nicht heißt, dass ich nicht lesen und schreiben kann, im Gegenteil, die alte Muhme achtete sehr darauf, vielleicht mehr als der Dorfbüttel, der die Kinder im Dorf unterrichtete. Ich musste genauso aus alten Büchern lernen, aber mein Schulzimmer war der Wald und meine Mitschüler Eichhörnchen und Hasen die neugierig bei mir saßen und mich beobachteten. Aber auch wenn ich wie alle anderen meine Nase in Bücher steckte, viel mehr Wert legte meine Schulmeisterin darauf, dass ich mir die einzelnen Kräuter und ihre besondere Wirkung merkte, vor allem wo und wann man sie fand und aberntete. Hier war sie unerbittlich und zeigte des Öfteren, dass sie sehr wohl auch zu strafen verstand, warum das so war sollte ich erst viel später erfahren.

Ja, ich hatte eine wunderschöne Kindheit, aber auch sie endete irgendwann, wie bei allen aus dem Dorf, ich denke sogar viel früher als bei den anderen Kindern. Doch während die anderen nun alle möglichen Arbeiten lernen mussten, begann meine besondere Lehrzeit, die bis heute andauert und wohl auch nie enden wird. Muhme ließ mich immer mehr spüren, welche wundervolle Kraft in den Dingen um mich herum war und nur darauf wartete von mir entdeckt zu werden. Keiner kann das verstehen, welch erhabenes Gefühl es ist diese Kraft zu spüren, kennt nicht diesen Schauer der durch einen hindurchgeht, denn anderen fehlt der feine Sinn dafür, den ich und manch andere unter ihnen auch ihr eigen nennen. Denn dass es mehr Frauen gab, die all dies spürten, erfuhr ich in jener Nacht, in der mich meine Lehrmeisterin zu einer Lichtung tief im Wald führte, so tief dass sich niemand hierher verirrte. Hier tauchte ich ein in eine andere Welt, in der jede Frau die Schwester der anderen war und in der man meiner alte Muhme mit großem Respekt behandelte und die Oberste Schwester nannte. Ich selbst wurde neugierig und freudig von einer jeden begrüßt und wenn sie mich bei den Händen fassten dann spürte ich immer wieder dieselbe unbändige Kraft, die anscheinend in ihnen war. Nein nicht dieselbe Kraft, denn als mich eine rothaarige Frau mit Namen Savannah bei den Händen hielt da spürte ich mehr... das war nicht nur Kraft, nein, das war Wildheit, ungezügelt, ja ich glaubte ein loderndes Feuer zu spüren. Savannah hielt meine Hände auch länger fest als alle anderen und es schien mir, als horche sie in mich hinein und es dauerte lange bis mich mit einem feinen, ja zufriedenen Lächeln wieder losließ. Sie war es auch, die sich den ganzen Abend um mich kümmerte, denn die Muhme war viel zu beschäftigt dazu, und ich genoss geradezu Savannahs Nähe und Fürsorge. Viel mehr weiß ich heute nicht mehr von dieser ersten Nacht bei den Schwestern, alles war so neu und aufregend, dass ich mich irgendwann fühlte als hätte ich zu viel Met getrunken. So fühlte ich mich denn auch am nächsten Morgen, aber Muhme lächelte nur zufrieden und umsorgte mich liebevoll.

[I]Die junge Frau erwachte aus ihren Gedanken und sah sich einige Momente verwirrt um, bevor ihr Blick auf das Buch und die beschriebenen Seiten fiel. Sie lächelte zufrieden, endlich war es ihr gelungen zu schreiben und wenn es auch nur ein kleiner Anfang war, spürte sie doch das ein winziger Teil ihrer Ruhe zurückgekehrt war. Für heute sollte es aber genug sein, denn sie gähnte herzhaft und spürte wie der Schlaf sie übermannte. Schnell schlüpfte sie aus ihrem Kleid und unter die warme Decke um wenig später schon tief und fest zu schlafen.... und bald träumte sie von hohen Bäumen und duftenden Waldwiesen.[/I]

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Khendra Dravan
15.2.12 10:30 · Thread: [Verkauf] Billige Recalls und Runen! · Forum: Marktplatz
[Verkauf] Billige Recalls und Runen!

Aushänge hängen an vielen Orten Sosarias und bald erzählen alle die sie gelesen haben in den Dörfern und Städten das man bei [B]Tarja[/B] in Schattental Recallrollen und Runen zu vielen Orten Sosarias erwerben kann!

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