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Sophie Melchej
Spielerin

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Sopherl geht spazieren 16.9.19 15:24

Sophie wachte in der Nacht auf.
"PSSST!" Kam ein eindringliches Geräusch an ihr fragiles Ohr. Langsam wendete die schüchterne Priesterin ihren Kopf, um zwischen solide Gitterstangen einen verranzten Banditen zu entdecken. Schüchtern biss sich Sophie auf die Lippen. Eine Priesterin im weltlichen Gefängnis! Sie war von sich enttäuscht. Der Bandit blickte kurz zur Wache lächelte höflich, und wandte sich Sophie mit bester Manier zurück. Salbungsvoll flüsterte er dann "Hydros mit euch euer Hochwürden!" Die junge Melchej lächelte unsicher, hörte jedoch auf ihre Lippen zu traktieren. Sie war aufmerksam geworden. Das Schlitzohr hatte sie erkannt! Aus irgendeinen Grund war sie zutiefst erregt, hektisch blickte Sie zur Wache, dieser musterte ihre Kleidung einige Augenblicke. Doch ehe sein Blick zu ihrem Gesicht wanderte, hatte sie sich unter Kontrolle. Stumpf blickte sie vor sich hin, miemte, ohne Probleme eine gewisse Besorgtheit und Betroffenheit und starrte vor sich hin. Nach kurzer Zeit schon lehnte sie, wie von der Überanstrengung gequält ihren Kopf an die Zellenwand hinter ihr. Ihr Blick fixierte den Verbrecher. Dieser nickte, nach einem Blick auf die Wache, auf einen Punkt zwischen den beiden Zellen. Einigemale wiederholte er sein kurzes und kaum merkbares Zeichen.
Erst Verstand sie nicht, streckte ihre erweiterten Sinne aus. Astrale Finger tasteten, und ihr körper fühlte nach Wasser. Da fand sie es. Unter der Zelle war ein kleiner Fluss. Dieser Muss das Fundament der Zelle unterspühlt haben. Sogar ein kleines Loch war da! Zur beruhigung ihres wild schlagenden Herzens atmete sie einige male durch, bat um ein Glas Wasser, um ihre Nervousität zu vertuschen. Sie protestierte nicht, als die Wache nur schnaupte und sich entnervt wegdrehte. Blass und blasser wurde ihre Haut. Ein kurzes blaues leuchten auf den sonst so weissen Wangen, dann verwandelte sich die Priesterin in eine durchscheinende Figruine, zerfloss so leise sie nur konnte, und floss zwischen Fugen und Gitterstäbe zu dem Loch. Sofort vereinte sie sich mit ihrem Element und brach in sekunden schnelle aus. Wie sie vermutet hatte, hatte unterirdisches Gewässer die Zelle unterspühlt. Vertutzt blickte sie aus dem unterirdischen Flusses und murmelte: "In Lor". Eigentlich hatte sie vor einfach in ihrem Element weiter zu reisen, doch irgend etwas war merkwürdig an dem Holraum ober ihr. Sie spührte das Wasser über Fliesen laufen, Gebeine an ein gefliestes Ufer schwapen. Sie entstieg dem Fluss. Wie in Trance folgte Sophie ihrer neugierigen Nase, immer weiter unter die Flure des königlichen Palasts. Immer wieder hörte sie Geräusche, lies ihr magisches Licht verglimmen, schlich vorsichtig, Spann für Spann durch den ihr unbekannten Gang. Schliesslich hörte sie das wiedernatürliche Knacken alter Knochen. Das verstörende Stöhnen wandelnder Untoter hallte durch die klare Nacht als sie den Gang durch einen geheimen Mechanismus in einer Wand verlies. Nichts zu sehen. Modriger Geruch lag wie ein Totentuch über dem gepflasterten Boden. Wieder rief sie ihr magisches Licht, bereit zu kämpfen. Alleine in einem Mausuleum sah sie sich um. Langsam, um keinerlei Aufmerksamkeit zu erregen, schlich sie sich die Treppen hoch zu einer Tür, welche sogleich in der Nacht laut knarzte. Ein letzter Schritt, dann schlug ihr die kühle Nachtluft entgegen und sie stand im Friedhof. PLATSCH,.. und schon reiste die Priesterin zu ihrer Insel um sich von ihrem Schock zu erholen.
Schon waren, seit ihrer Flucht über zwei Stunde vergangen, und höchstwarscheinlich, hatte die Wache bereits Alarm geschlagen. Die Flucht musste bemerkt worden sein. "Egal!" beschloss Sophie bei sich und überlegte nur drei mal, bis sie einen halbwegs vernünftigen Plan und eine annähernd akzeptable Entschuldigung für ihr Verschwinden hatte. Sie packte rasch ihre Insignien und einiges ihres Erspartem, sandte eine Botschaft an Acco, den Priester ihres Vertrauens und zerfloss in Richtung Britain. Nahe dem Friedhof, da wo sie das Gewässer spührte sprach sie mit fester Stimme, einen Fliegenpilz auf dem abgeschlagenen Stumpf einer Harpyenkralle in der ausgestreckten Hand haltend: "In Quas Xen ", Eine gläserne Sophie erschien, und bekam einen blassen Taint als sie sich materialisierte. Noch ehe die echte Priesterin einen Schritt gegangen war hauchte sie: "Kal In Ex" und "Vas Sanct Lor". Ohne einen weiteren komentar zerfloss sie, und ihr verzerrtes Spiegelbild lief im Laufschritt zum Königspalast. Ihr Spiegelbild blieb respektvoll vor jener Wache Stehen, welche jeden hereinschreitenden Gast durchsucht. Das Spiegelbild verlangte knapp nach Informationen über den Zustand Sophies, während diese im Hohlraum auf den kurzen Moment der Ablenkung wartete, um wieder in ihrer Zelle zu erscheinen. Unschuldig, natürlich,.. war sie doch im Schlaf nur versehentlich zerronnen, und hatte ihr Gefängnis nie verlassen. War sie doch, ganz sicher, nur als Lacke am Boden zerronnen. Ob sie fliehen hätte können? Niemals! Dafür waren die Zauber dieses Gefängnisses zu stark, und die Wachen viel zu aufmerksam. Wo die Gestalt war, welche nach ihr am Tor fragte, konnte sie natürlich auch nicht beantworten. Wusste sie doch nichteinmal ob ihr Stoßgebet an ihren Gott erhöhrt wurde, wie solle sie da wissen, welch unzuverlässiger Tropf von ihm gesand wurde, um seine hochwürdige Priesterin aus den Fängen dieser weltlichen Gerichtsbarkeit zu befreien. Unbefriedigt lies man sie in ihrer Zelle schmoren, auf dass man sie schon bald vor die Richterin bringen könne.

Dieser Beitrag wurde 1 mal bearbeitet, zuletzt von Sophie Melchej am 16.9.19 um 15:25.

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Möge Hydros euch sicher über die Meere geleiten.

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