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Vespertales Forum » Rollenspielforen » Geschichten » Sein Problem bestand darin geboren worden zu sein. « Vorheriger Thread · Nächster Thread »

 
Elkantar
Spieler

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Sein Problem bestand darin geboren worden zu sein. 19.1.12 22:46

Das Gespräch mit der Waffenmeisterin war unerwartet gut verlaufen. Er hatte sich die Mühe gegeben, die er nicht nur der Ilharess versprochen, sondern sich selbst auferlegt hatte. So unvorteilhaft er den höchsten Rang eines Kriegers im Hause Za`Vares sowie an der Melee auch besetzt sah, die Frau konnte - wenn sie es wollte - jederzeit zu einem wirklichen Problem, einem unnötigen Hindernis werden.

Ein nicht zu gewinnender Kampf, eine Eskalation des Prinzips wegen war abgewendet worden. Obgleich noch immer die Frage im Raum stand, was sie sich davon versprach, ließen die Aussichten Vielversprechendes erwarten.

Die Aufgaben waren mannigfaltig, die Zeit für Gedanken aber ausreichend vorhanden. Die Haltung gerade, ein Auge auf das zu Bewachende, das andere auf die Umgebung. Der Geist in anderen Sphären. Taktische Überlegungen, Ergebnisse.

Was? Wenn? Wie?
Reagieren. Blut. Ergebnisse.

In der Nacht ist es ruhig und in der Nacht kann man denken. Ein halber Schlaf im Dunkel, die andere Hälfte in den langweiligen Schichten.

Ein Zeitpunkt ist noch festzusetzen. Ein Name noch ausfindig zu machen. Das Armenviertel ist ein erster Hinweis. Die Kriegsbeute, die entjungferten Seelen. Fristend in einem Leben aus Erniedrigung, Qual und unerwünschter Erregung.

Und wer kann behilflich sein?

Sein Auge zuckte durch das Dunkel des Raumes, seine Ohren hörten das Atmen der Männer und den unruhigen Schlaf der jungen Priesterinnen auf der anderen Seite der Wand.
Eine Erinnerung kehrt zurück. Seine Finger strichen dabei über seinen unbedeckten Oberkörper.

Sie könnte wirklich behilflich sein...

Dieser Beitrag wurde 1 mal bearbeitet, zuletzt von Elkantar am 19.1.12 um 23:51.

      
 
Elkantar
Spieler

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27.1.12 11:25

Er hatte ja gewusst, dass Dunkelheit und Schatten ihr natürliches Habitat geworden waren, dennoch hatte er sich erhofft sie zumindest für einige kurze Augenblicke auffinden zu können.

Die Aufträge des Qu'ellars in dieser Richtung waren undurchsichtig. Das Nachvollziehen ihrer Wege schier unmöglich. Vielleicht weilte sie auch schon längst nicht mehr unter den Lebenden.
Es wäre eine gute Option gewesen, doch sich weiter daran aufzuhalten machte keinen Sinn.

Er kannte seinen Namen und es galt den Plan endlich weiter zu treiben. Vorbereitungen waren einzuleiten.

Dann und wann verließ er die Stadt Richtung Armenviertel. Stellte dort zunächst unregelmäßig und in ausreichenden Abständen beiläufige Fragen.

Sein bevorzugter Ort. Seine bevorzugte Zeit. Seine bevorzugte Beute und die Wege die er benutzte.

Das Haus Noqu'rahel war schnell ausfindig gemacht. Fast schon unwirklich konnte es anmuten, dass ein Krieger einer solchen Unbekannte bzw. Nichtigkeit einen derartigen Posten inne hielt. Es würde ein herber Verlust werden, doch einen Quel`saruk galt es zunächst einmal zu besiegen.

Dunkel umhüllt wandte er sich selber den Schatten zu. Es war Zeit sein Opfer in Augenschein zu nehmen und das erfragte Wissen zu verifizieren. Die Fährte war aufgenommen und es roch nach Beute.

      
 
Gm Triel
VT-Staffmitglied



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30.1.12 16:49

Zessnar Noqurahel  ein in der Tat als überdurchschnittlich gut aussehender Drow mittleren Alters- ritt auf seinem großen, grobschlächtigen Vehrn durch die Stadt. Tief hielt er sein Gesicht unter einer Kapuze verborgen, lediglich die orange roten, einprägsamen Augen konnte man ab und zu hervorblitzen sehen. Das dichte, weiße und vor allem hüftlange Haar befand sich zu einem dicken Zopf geflochten ebenso unter dem Stoffstück. Nur mit einer leichten Lederrüstung aus Ettin bekleidet schien es eher, als würde er einen Einkaufsbummel zum Markt machen wollen.

Es war immer die gleiche Zeit, immer der gleiche Weg. In der Mitte der Woche, sobald das Narbondel die 21 igte Stunde anzeigte, bewegte er sich auf etlichen Umwegen in das unterste Viertel Naomuth Yaths. Eines der dort ansässigen, besseren Hurenhäusern mit exquisiterer, verbotenerer Ware war jedes Mal sein Ziel.

Meist verbrachte er zwischen drei und vier Stunden dort und frönte seinen Trieben, die Zessnar sonst nicht ausleben konnte. Immerhin war es verboten Frauen zu schlagen oder auch nur im Ansatz schlecht zu behandeln, sobald sie auch nur ein kleines bisschen einmal über einem stehen könnten. Man musste vorsichtig sein. Immer.

Hier in diesem Etablissement, namentlich renor har'ol , war dies anders. Heute war er besonders guter Laune, da er eine Nachricht über eine neue Lieferung aus Cheel harlniar erhalten hatte. Verlässliche Quellen teilten ihm mit, dass dieses Mal auch mindestens eine Priesterin darunter sei neben ein paar anderen höher gestellten Jalilen. Es kostete ihn Ganze 2000 Goldmünzen, um ein Vorbuchungsrecht geltend machen zu können.

Frisch waren sie noch am besten, wehrhaft, arrogant  er würde sie brechen. Zessnar sah diese Phase immer als eine Art Herausforderung, die natürlich nur von ihm gewonnen werden konnte. Er fürchtete die Magie der Priesterinnen in diesem Hurenhaus nicht mehr, da die meisten Lloths Gunst ohnehin verloren und damit nicht mehr auf die zur Vefügung gestellten Kräfte zugreifen konnten. Sie waren für ihn nichts anderes als ein Ventil.

Gut traf es sich, dass er erst gestern wieder wegen einer Laune seiner Ilharess seinen Kopf hinhalten durfte  und nicht nur den. Zessnar akzeptierte seinen Stand, er akzeptierte auch die Obermacht der Frauen, aber das hieß noch lange nicht, dass er diesen Umstand immer für gut befinden musste. Im Gegenteil. Es gab Tage, in denen er liebend gerne diese Schlampe von Ilharess geschlagen oder ihr sogar schlimmeres angetan hätte. Und auch in der Akademie waren die Zeiten nicht immer leicht.

Schon der Einstieg diesen Posten dort zu erhalten gestaltete sich als schwieriger als vermutet. Natürlich versuchte der Drow zuerst mit seinem Charme und der nötigen Unterwürfigkeit zu überzeugen, doch leider funktionierte das nicht Plangemäß. Im Gegenteil. Die UlSaruk legte Wert auf den Nährgehalt des Beigebrachten, nicht auf ein ansprechendes Äußeres. Der Einstellungstest war hart und beinahe unmöglich zu schaffen, doch mit etwas gutem zureden seiner Ilharess und dem dementsprechend erfolgten Empfehlungsschreiben der Yathbeldra an die Akademie, die ihn als außerordentlich guten QuelSaruk auswiesen, schaffte er es, die Prüfung erleichtert zu bekommen und so unversehrt zu überstehen. Sein Posten dort war wichtig.

Er sicherte zumindest ein kleines bisschen das Mitbestimmungsrecht seines Quellares an den Geschicken der Krieger die dort ausgebildet wurden. Sicher behandelte er sie nicht alle gleich  oh nein  es ging ihm eher darum Noqurahel den bestmöglichen Unterricht zu bieten, die anderen Quellare konnten sich in den Abyss scheren. Wie dem auch sei. Den Gedanken beiseite schiebend bemerkte er, dass er kurz vor dem Eingang in das Armenviertel angekommen war.

Verstohlen schb er das Quellarsiegel unter seinen Piwafwi und ritt mit tief gesenkten Kopf an den Wachen vorbei. Nur wenige Straßen musste er durch das verdreckte Slum viertel, welches von halb verfallenen Häusern geprägt war, zurück legen, ehe er schließlich am Ziel war. Vorfreudig rieb er sich die Hände und schwang sich von seinem Reittier.

Die Zügel band er an einen der Pfosten und sah sich noch einmal kritisch um. Wurde er beobachtet? Offensichtlich nicht. Dann öffnete er die Tür. Noch einen kurzen Blick umwerfend öffnete er letztlich die Tür und ging hinein.

      
 

 
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