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Lilli Rose
Spielerin



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Ein Besuch am Denkmal 03.9.15 23:15

Das zerstörte Denkmal, gleich beim Westausgang von Fallen Leaf, zog Kalistra zu sich. Sie blickte ein Weile stumm darauf, bevor sie sich auf den zerstörten Sockel setzte und zum Himmel aufblickte.
Sie wusste das es nicht ungefährlich war dort zu sein, doch nun wo sie den Vortrag hinter sich gebracht hat, begann sie wieder zu viel nachzudenken.

Wie oft wollte sie die schwarze Flöte aus der dazugehörigen Kugel nehmen, in der diese den Weg damals zu ihr fand und wo nun die Kette mit der, durch ihr Blut, versiegelten Kraft von Tarabas lag.
Mit den Gedanken hatte sie schon mehr als einmal gespielt, hineinzupusten um ihn zu rufen.
Doch ihr Verstand war immer zur Verknuft gekommen und die magischen Artefakte blieben wo sie waren, in ihrer versiegelten Kiste auf Moonglow, welche nur sie selbst öffnen konnte.

"Was sollte ich ihm auch im Moment entgegensetzen? Meine Wut würde ihn nur freuen, meine Unkontrolliertheit mit der ich wieder kämpfen muss, wäre ein Festmahl...
und mein Wissensdurst, der immer noch nicht gestillt ist. Nicht so... nicht mit dem was er mir angeboten hat.. doch der Preis war zu hoch. Er würde immer zu hoch sein. Was wäre ich bereit zu geben.."


seufzend stellte sie sich die Frage, bevor sie sich wieder erhebt und genau dorthin zurückkehrte. Nach Moonglow.
Sie brauchte Ablenkung und jene fand sie in den Schreiben von Rollen und der Meditation, wenn auch ihr Blick fast ausschließlich auf ihrer Kiste ruhte.

      
 
Lilli Rose
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07.9.15 22:02

Nur wenige Tage später kauerte Kalistra in ihrer tiefroten Kapuzenrobe an den Denkmal in Tränen aufgelöst und vor Schmerz sich windent.

Es war zu spät...

Was hatte sie nur getan? Auf was hatte sie sich eingelassen?

Der Schmerz zerrte in ihrem Inneren.
Genau von dem kleinen Fleck hinter ihrem Herzen, wo sie der Kraft, der Bestie, ein zuhause gegeben hat.
Dieses mal freiwillig. Sie hat sie gewollt, sie verlangt und sie hat sie bekommen, doch nun...

...kostete es sie jegliche Konzentration, die Kontrolle nicht völlig zu verlieren darüber.
Sie wollte nicht verschluckt werden, nicht noch einmal.

Ihre rechte Hand schaffte es ein samtenes rotes Tuch hervorzuholen aus ihrer Tasche, welches sie aufschlug und eine Brosche zum Vorschein brachte.

Azurblau der Stein, mit einen hellblauen Ring, der die rote Mitte umschließt, als würde Eis ein Feuer umschließen.
Die rote Mitte flackerte als würde sie aus einer Flamme bestehen.

Diese Brosche umschließt sie fest mit ihrer Hand, der Schmerz tut das Übrige.

Ihr ganzes Innere schrie förmlich nach der Erlösung, nach dem einen, der ihr helfen könne in diesen Augenblick.

      
 
Lilli Rose
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11.9.15 18:23

Völlig ruhig kam ihre Rettung zu ihr, nichts schien ihn aus der Ruhe zubringen.
Er wusste sofort das Wut ihr Innerstes leitete, und dadurch die Bestie erweckt worden war, welche nun versuchte sie einzunehmen, sie zu verschlingen um sie zu kontrollieren.

Doch er half ihr, jedoch nicht so wie sie dachte.

Vor ihrem inneren Auge befreite er die Bestie, welche sie sofort versuchte zu übernehmen, doch seine flüsternden Worte drangen immer wieder zu ihr: "Du bist seine Herrin."

Der Kampf gegen die Bestie war nicht lang, doch auch nicht leicht. Es schmerzte und raubte ihren Atem, doch war sie nicht alleine mehr. Eindringliche Worte stärken ihren Willen und die bestie wird stück für stück wieder gefangen. Erst die eine Klaue, dann die andere und eine fessel für den hals, woran es zurückgezogen wird und erstarrt.

Sie hatte gesiegt, für diesen Moment, doch wie wäre es ohne seine Hilfe ausgegangen? Das wollte sie sich gar nicht ausmalen.

Natürlich wollte Tarabas wissen warum es dazukam.

Machte er sich Sorgen? Was war wirklich sein Ziel? Warum hatte er sie nicht der Bestie überlassen? War sie wirklich so wichtig für ihn?
All dies ging ihr für einen Moment durch den Kopf, bevor sie ihr schmerzendes herz ihm öffnete.
Der Verlust über ihren Liebsten, welcher sie wohl aufgab.
Doch ihr herz und ihr Verstand konnten dies nicht akzeptieren, auch das Einreden von Tarabas änderte dies nicht.

Er wollte ihr neuer Hafen sein.. der sichere Hafen...

Absurd kam ihr dieser Gedanke vor, doch seltsamer weiße, zog es sie doch zu ihm, trotz der Gefahr, welche dies alles barg.

Aus ihren Gedanken herausgerissen, gab er ihr ein Geschenk.
Das "Geschenk der Gerechtigkeit", wie Tarabas es nannte.

Es war ein in Lumpen gekleideter Mann, gewiss schon in den vierzigern, ungepflegt mit langen Bart und schwarzen Nägeln, an einen Baum gekettet.

Als er ihr offenbarte was er damit meinte, das dieser Mann ein Geschenk für sie war, war sie innerlich eher angespannt.

Was dieser getan hat, konnte sie nie verzeihen.
Die Seele des kleinen Mädchens war ihr einfach gut in Erinnerung geblieben, doch war sie nun frei.

Doch dieser Mann sollte bereuen, seine Taten, sein ganzes Sein. Daher legte sie ihm die Hand auf und schickte ihre Blitze in dessen Körper, bis jener die Augenverdrehte, jedoch noch nicht das zeitliche segnete.

Sie konnte ihn nicht töten, egal wie abscheulich seine Taten waren, nie würde sie einfach so weit gehen und einfach töten.
Bestrafen so das es sie selbst mit sich noch vereinbarren konnte, ja, doch nie mehr.

Doch Tarabas ließ ihn nicht gehen, nur mit einer handbewegung war der mann gerichtet, das genick gebrochen, noch bevor Kalistra ihn auch nur abhalten konnte.

Es schmerzte und quälte sie, das sie nichts dagegen tun konnte, doch hatte sie kein sonderliches Mitleid mit dem Mann.

Doch war es damit nicht vorbei. Nur wenige augenblicke später sah sie die Seele des mannes, welche aus dem Körper steig und schon regte sich die Bestie in ihrem Inneren erneut. Sie wollte die Seele.
Auch Tarabas Worte ließen daran keinen Zweifel.

"Er war Dreck, doch nun ist seine Seele deine Stärke. Nimm sie auf, stärke die Bestie und werde gemeinsam mit ihr stark."

Sie zögerte, wehrte sich erst dagegen, doch der Drang ließ sie schwach werden und sie nahm die Seele auf, verschlang sie förmlich, bis die Bestie sie aufnahm und sich stärkte und wuchs.

Extatisch, ein Gefühl von Erhabenheit, Stärke und der reinen Macht erfüllte sie für diesen Moment. Es war wie ein Rausch dem sie sich kurz hingeben konnte, bevor es wieder zur ruhe kam, doch die Kraft war deutlich da.
Es war wie eine Sünde dieses Gefühl wieder zu verlieren und eine Funke an Sehnsucht entbrannte nach diesem Gefühl, wärend Tarabas sie einfach zurückließ und entschwand.

Sie war einen Schritt weiter, hatte er noch gesagt. Sie nahm es hin und ließ die leiche, samt Baum in einen kontrollieren feuer aufgehen und solange brennen bis beides zu Asche verbrannt war.

Ihre Gedanken kreisten, doch sie ging und tat so als wäre nichts gewesen, doch ihre Magische Aura war bereits im Wandel und hatte eine leichte dunkle Nuance erhalten.

      
 
Lilli Rose
Spielerin



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05.10.15 17:30

Einige Tage sogar wochen waren vergangen in denen sie zwar kurze Besuche am Denkmal machte, einfach um es nur anzublicken und ihren Gedanken nachzuhängen.

Doch hielt sie den Zustand in dem sie sich befand einfach nicht aus.
Als ihre Dienerin bei ihr eingeschlafen war, als sie auf ihre Herrin aufpasste, da das Fieber immer noch nicht vollends abgeklungen war, schliech sich Kalistra davon und nach Fallen Leaf mit der Absicht sich eine Weile an das denkmal zu setzen um der stickigen Luft ihres eigenen heims zu entkommen.

Doch... wartete dort schon jemand.. sie wusste sofort wer es war.

Er wusste es, spürte es, das die Finsternis und die Bestie aus ihr entschwunden waren.
Natürlich war ihr Grund, aus dem sie es als Opfer hingab, für ihn unverständlich, sogar in höchsten Maße enttäuschend.
Dies ließ er sie auch spüren. Seine Worte waren hart und eiskalt.

Doch die Bestie welche in ihr gewesen war, war zu ihm, zu ihren wahren Meister zurückgekehrt und es wollte Kalistra tot sehen.
Eingespeert in einer Flasche tobte es.

Für Kalistra stand fest, das sie es wieder haben wollte. Egal wie. Und sie verlangte es von ihm.

Doch Tarabas stellte die flasche in das Kohlebecken und die Flasche bekam bald schon Risse.

Kalistra musste handeln und trat vor und packte die Flasche, wärend sie ein tobender schmerz sofort in ihrer Hand ausbreitete, doch sie schien ihn einfach verbissen zu ignorieren, als sie die flasche aus dem Feuer hob.

Natürlich sollte sie die Flasche öffnen und sich der Bestie stellen. Sie schlug den Flaschenhals einfach auf ohne groß zu zögern, trotz seiner Worte, das es sie töten will.

Ihre Entschlossenheit, ließ kein Zögern zu und sie stellte sich der tobenden Bestie, welche sie mit einer Sense attackierte, doch sie blockierte den ersten Schlag und dem zweiten welcher kurz darauf von hinten kam, wich sie aus.
den Moment nutzend, schickte sie augenblicklich ihre Blitze gegen die Bestie, wodurch jenes die Sense verlor und die erste Fessel begann zu erscheinen.

Doch noch war es nicht vorbei. es hatte erst angefangen. es wäre viel zu einfach gewesen.

Und die Bestie stürzte sich auf sie versuchte ihren schutz zudurchbrechen, doch wurde sie erst zurückgeschlagen, bevor Kalistra einen moment nicht achtgab und ein Hieb in den Magen erhielt und dann schon die Klaue an ihrer Schulter spürte, welche sich hineinvergrub. Tiefer und tiefer, je mehr sie die Bestie reizte, bis sie die zweite Klaue um ihren Hals spürte, welche brutal zudrückte.

Doch sie gab nicht auf, auch wenn ihr Verstand mühe hatte wachsam zu bleiben, schaffte sie es mit verhöhnen, verlachen und erniedrigen der Bestie.

Sie war stärker, wenn auch nicht ihre Magie, dafür jedoch ihr Wille. Sie lächelte, egal wie stark der Schmerz tobte und die Luft ihr fast gänzlich aus blieb, Sie zwang sich zu lächeln.

Es hatte die gewünschte Wirkung. Ihr eiserne Wille bezwang die Bestie von neuen und sie wurde von ihr weggerissen und erstarte. Sie kehrte dort hin zurück wo Kalistra sie haben wollte und ihr einen Hort schon einmal gab. Ein kleiner Fleck direkt hinter ihrem Herzen.

Als wäre es eine Belohnung kam Tarabas nach dem Kampf direkt neben sie und hieß sie erneut Willkommen.

Seine Kühle schwächte nur für einen Moment ihre heißen Lippen, bevor er wie so oft einfach entschwand und sie zurückließ.

Sie ging verletzt und geschwächt, jedoch innerlich stolz auf sich selbst.

Die Wunde an ihrer Schulter blutete den ganze Weg und als sie ihr Zimmer wieder betrat im Haus, fiel der Stab zu boden, wo er ein stück entlangrollte, wärend sie auf das Bett fiel, schwer atmend, die Würgemale am Hals so tief das sie gar einen Bluterguss bildeten, das Fieber zurückkehrend, die Wunde an der Schulter gleich die Decke benetzend.

Ihr war es gleich ob sie auf ihrer Dienerin halb lag. Für diesen Moment konnte sie sich nicht mehr bewegen.

      
 

 
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